Selbsthilfegruppe für jung und jung gebliebene Schädel- Hirnverletzte

1.SHT-Tag 2013


1.Schädel-Hirntraumatag in Aschaffenburg

Am Samstag, den 13.04.2013 fand in Aschaffenburg von 10.00 Uhr bis 15.45 Uhr eine Informations-veranstaltung für Schädel-Hirntrauma Betroffene und deren Angehörige statt. Über 50 Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, sich in verschieden Vorträgen über das Thema Schädel-Hirntrauma (SHT) zu informieren. Der Veranstaltungsort war im AOK Gebäude, Goldbacherstrasse 57, in Aschaffenburg.

Foto: Eingang AOK Aschaffenburg mit einem ausgestellten, umgebauten Fahrzeug (Einhandsteuerung)

Bei dieser Veranstaltung, die für Schädel-Hirn-Trauma Patienten und ihre Angehörigen aus der Region ausgelegt war, sollte erreicht werden, dass dieser Info-Tag zu einem interessanten Wissens- und Erfahrungsaustausch führte, sowie auch als Startschuss für die Bildung einer neuen Selbsthilfegruppe für SHT-Betroffene in Aschaffenburg.

Hierzu wurde die SHG-Darmstadt von der ANR-Aschaffenburg (Ambulante Neurologische Rehaklinik) eingeladen, in einem Vortrag über die Selbsthilfe zu berichten und welche Voraussetzungen dafür vorhanden sein müssen, um eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Bei dieser Informationsveranstaltung waren auch die Sponsoren und Aussteller mit Informationsständen anwesend.

Fotos: Infostände mit Besucher

Das Programm an diesem Informationstag war wie folgt:

10.00 Uhr     Begrüßung durch:

  • Frau Dr. B. Broutschek, Dipl. Psych. Klinische Neuropsychologin GNP, ANR Aschaffenburg
  • Und Herr Schäfer bzw. Herr Breitenbach von der AOK Aschaffenburg.

10.15 Uhr     Erster Vortrag mit Fragerunde über das Thema:

SHT - Was ist das?

Herr Dr. W. E. Hofmann, Facharzt für Neurologie - Rehabilitationswesen und Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie von der ANR-Aschaffenburg referierte über das Schädelhirntrauma und seine Folgen, unter besonderer Berücksichtigung der antikonvulsiven Behandlung.

Anschließend erfolgte eine kurze Pause.

11.15 Uhr     Zweiter Vortag mit Fragerunde über das Thema:

SHT - und nun?

In diesem Vortrag referierte Herr Krogmann vom bayerischen Gemeindeunfall-versicherungsverband für Arbeits- und Wegeunfälle über Versicherungsleistungen im Krankheitsfall. Einzelfragen beantwortete Herr Breitenbach von der AOK Aschaffenburg für private Unfälle.

11.45 Uhr     Dritter Vortag mit Fragerunde über das Thema:

SHT - Arbeit?

In diesem Vortrag referierte Frau I. Hauser-Hasenstab, Dipl. Psych./CDMP, von der bfz Aschaffenburg über die ersten Schritte zurück in das Berufsleben nach einem SHT mittels beruflicher Reintegration innerhalb medizinischer Therapien.

Um 12.15 Uhr folgte dann die Mittagspause. Hier bot sich die Gelegenheit, mit den Referenten Kontakt aufzunehmen und Themen direkt zu erörtern, was auch intensiv genutzt wurde.

12.45 Uhr     Vierter Vortag mit Fragerunde über das Thema:

SHT - Therapie?

In diesem Vortrag referierte Frau Dr. B. Broutschek, Dipl. Psych. Klinische Neuropsychologin GNP, ANR Aschaffenburg über Behandlungsmöglichkeiten kognitiver und psychischer Folgen nach einem SHT. Anschließend erfolgte eine weitere kurze Pause bevor es mit dem letzten Vortrag weiter ging.

14.00 Uhr     Fünfter Vortag mit Fragerunde über das Thema:

SHT - Betroffen und allein?

Der Gruppenleiter der SHG-Darmstadt, Jürgen Kammerl brachte in seinem rund dreiviertelstündigen Vortrag drei Hauptthemen zur Sprache:

Fotos: Vorstellung der SHG-Darmstadt

1.   Vorstellung der SHG-Darmstadt

2.   Vorstellung der ZNS Hannelore-Kohl-Stiftung

3.   Gründung einer SHT-Selbsthilfegruppe in Aschaffenburg - Wer? Wann? Wo? Wie? Warum?

Als erstes berichtete der Gruppenleiter in Kurzfassung über seinen Krankheitsverlauf als Schlaganfallopfer.

  • Wie kam es zu seinem Schlaganfall?
  • Welche gesundheitlichen Einschränkungen folgten daraus?
  • Wie geht es ihm heute?

Im Anschluss folgte eine ausführliche Vorstellung der SHG-Darmstadt.

Fotos: Vorstellung der SHG-Darmstadt

Darin war ein Teilvortrag über die Notwendigkeit von Selbsthilfegruppen und die Vorstellung der ZNS-Hannelore-Kohl-Stiftung integriert, bevor es mit dem eigentlichen Hauptthema der Informationsveranstaltung:

  • Gründung einer Selbsthilfegruppe weiter ging.

Der dritte Vortragspunkt "Gründung einer Selbsthilfegruppe" enthielt folgende Unterthemen:

  • Wie gründe ich eine Selbsthilfegruppe?
  • Voraussetzungen zur Gründung einer Selbsthilfegruppe.
  • Wer soll eine Selbsthilfegruppe gründen?
  • Wie finde ich andere Gruppenmitglieder?
  • Wo soll sich die Selbsthilfegruppe treffen?
  • Wie oft und wie lange sollte sich die Gruppe treffen?

Fotos: "Gründung einer Selbsthilfegruppe"

Am Ende des Vortrages begann - wie auch bei den anderen Fachvorträgen zuvor - eine rege Frage- und Antwortrunde, diesmal aber nur über das Thema Selbsthilfe. Der Gruppenleiter der SHG-Darmstadt war über das rege Interesse der Besucher sehr erfreut.

Kurz vor dem Ende der Fragerunde stellte Herr Dr. W. E. Hofmann dann die Frage in den Raum, wer sich denn vorstellen könnte, eine Gruppenleitung zu übernehmen. Spontan hoben - ohne zu zögern - elf Besucher (Betroffene) ihre Hände und erklärten sich dazu bereit, die Gruppenleitung einer neuen SHT-Selbsthilfegruppe in Aschaffenburg zu übernehmen.

Der Gruppenleiter der SHG-Darmstadt war sehr froh darüber, dass er durch seinen Vortrag den SHT-Betroffenen einen Anreiz geben konnte, die Initiative zu ergreifen, eine eigene Selbsthilfegruppe zu gründen.

Um 15.45 folgte dann die offizielle Verabschiedung durch Herrn Dr. W. E. Hofmann.